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Eine trockene Nasenschleimhaut behandeln – praktische Tipps und Tricks

Eine trockene Nasenschleimhaut behandeln – praktische Tipps und Tricks

In der Nase juckt es ständig und du bemerkst ein seltsames Kitzeln? Möglicherweise liegt der Grund in einer trockenen Nasenschleimhaut. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, dDenn unsere Schleimhäute in der Nase tragen einen wichtigen Teil dazu bei, uns das gesamte Jahr über gesund zu halten. Es handelt sich um eine Art Schutzbarriere, die unsere Nasenschleimhaut gegen Erreger aufbaut. Wir zeigen, wie du einer Dürre im Riechorgan vorbeugst und eine bestehende Trockenheit wirksam bekämpfst.

Welche Aufgabe hat unsere Nasenschleimhaut?

Eine gesunde Nasenschleimhaut übernimmt wichtige Aufgaben bei unserer Atmung und trägt zu einer starken Immunabwehr bei. Die Schleimhaut benetzt Atemluft mit Feuchtigkeit und erwärmt sie. Dieser Prozess stellt den weiteren Transport der Luft in die Lunge sicher, wo anschliessend der Gasaustausch mit unseren Alveolen, also den Lungenbläschen, stattfindet. Die Antikörper unserer Nasenschleimhaut, Immunglobulin-A, wehren Krankheitserreger ab, sodass keine oder nur wenig Keime in unseren Körper eindringen. Um gegen diese erfolgreich zu schützen, ist es jedoch wichtig, dass sich stets ein Feuchtigkeitsfilm in unserer Nase befindet. Eine trockene Nasenschleimhaut stellt daher ein gesundheitliches Problem dar.

Was sind die Symptome einer trockenen Nasenschleimhaut?

Es gibt unterschiedliche Symptome, die auf eine trockene Nasenschleimhaut hindeuten. Sie treten vor allem während einer Erkältung oder nach einem Schnupfen auf. Folgende Anzeichen zählend dazu:

  • eine brennende und juckende Nase, die sich zunehmend trocken anfühlt
  • ein Verstopfungsgefühl in einem oder in beiden Nasenlöchern
  • ein kitzeliges Gefühl in der Nase
  • zähes Nasensekret

Was ist die Ursache für eine trockene Nasenschleimhaut?

Unsere Nasenschleimhaut trocknet aus, wenn einer der vier folgenden Gründe vorliegt:

  1. Flüssigkeitsmangel: Wer zu wenig Wasser trinkt, riskiert eine Austrocknung der Nasenschleimhaut. Die generelle Empfehlung lautet, mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Nimm zum Beispiel stilles Wasser oder ungesüssten Tee zu dir.
  2. Umweltfaktoren: Ob trockene Heizungsluft, Abgase, Staub, Rauch oder Klimaanlage. Die gelisteten Umweltreize können deine Nasenschleimhaut austrocknen.
  3. Gesundheitliche Ursachen: Heuschnupfen führt Allergiker häufiger zu einer trockenen Nase. Auch ein Erkältungsschnupfen kann unsere Nasenschleimhaut austrocknen. Das liegt vor allem an der häufigen Verwendung von abschwellenden Nasensprays, die der Schleimhaut die Feuchtigkeit entziehen. Die Trockenheit tritt zudem durch ständiges Naseputzen auf.
  4. Hormonschwankungen: Bei Frauen sinkt der Östrogenspiegel während der Menopause. Das Absinken der Hormone begünstigt trockene Schleimhäute im Bereich der Augen sowie im Nasen- und Rachenraum. Suche am besten einen Gynäkologen auf, um hormonelle Ursachen abzuklären.

Welche Behandlung hilft gegen eine trockene Nasenschleimhaut?

Folgende Tipps helfen dir dabei, eine trockene Nasenschleimhaut zu behandeln:

  • Führe Nasenspülungen mit isotonischer Salzlösung durch. Frage dafür deinen Apotheker nach passendem Zubehör. Dort erhältst du auch beispielsweise Nasenspülkannen.
  • Verwende ein mildes Nasenspray mit Substanzen, die vor allem Feuchtigkeit spenden und wundheilend wirken. Ein Beispiel: Provitamin B5, auch unter dem Namen Dexpanthenol bekannt.
  • Trinke viel Wasser, um die Nasenschleimhäute wieder zu befeuchten.
  • Probiere es mit einer Inhalation. Spezielle Inhalatoren findest du in der Apotheke. Alternativ eignet sich der Dampf einer heissen Tasse Wasser. Füge Kamillenblüten hinzu, um die Wirkung zu verstärken.

Unser Tipp für den Winter: Besonders während der kalten Jahreszeit leiden wir häufiger unter ausgetrockneten Schleimhäuten, begünstigt durch die trockene Heizungsluft. Verwende einen Luftbefeuchter oder ein nasses Handtuch, um die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen zu regulieren.

Worauf muss ich bei Cremes und Nasensprays gegen Schnupfen und Trockenheit achten?

Verwende eine Heilsalbe, wenn du neben der trockenen Nasenschleimhaut auch unter entzündeter, schuppiger und geröteter Haut leidest, die durch ein häufiges Naseputzen entsteht. Cremes und Salben sollen die Wundheilung fördern. Bei der Anwendung von Nasensprays gilt: Eine Verwendung erfolgt nicht länger als tatsächlich notwendig. Einige Produkte reizen die Schleimhäute durch die Konservierungsmittel zusätzlich, sodass die Trockenheit sich verstärkt, was zum Beispiel zu stärkerem Juckreiz führt. Halte dich an die Empfehlung deiner Apotheke und an die des Herstellers.

Wie beuge ich einer trockenen Nasenschleimhaut vor?

Halte dich an folgende Tipps, um einer trockenen Nasenschleimhaut vorzubeugen:

  • Klimaanlagen und Heizungen begünstigen die Austrocknung unserer Schleimhäute. Reduziere deshalb die Nutzungsdauer und lüfte deine Räume regelmässig, um eine gesunde Raumluft herzustellen.
  • Stärke dein Immunsystem: Treibe regelmässig Sport, setze auf eine gesunde Ernährung, Wechselduschen und Spaziergänge an der frischen Luft.
  • Achte über den Tag verteilt darauf, genügend Wasser zu trinken. Ein Tipp: Ein Schuss Zitrone peppt den faden Geschmack auf – für den Fall, dass dir das Wassertrinken etwas schwerfällt.

Wann muss ich mit einer trockenen Nasenschleimhaut zum Arzt?

Suche möglichst zeitnah einen Arzt für eine Behandlung auf, wenn dir die trockene Nasenschleimhaut schon länger Beschwerden bereitet. Möglicherweise liegt eine chronische Rhinitis vor, die einer medikamentösen Behandlung bedarf. Hierbei handelt es sich um eine langwierige Nasenentzündung, die sich vor allem durch eine behinderte Nasenatmung oder eine ständig fliessende Nase und Schnupfen bemerkbar macht. In einigen Fällen liegt eine durch Allergien ausgelöste Rhinitis vor, die du ärztlich abklären lassen solltest. Aussserdem gilt: Andere Grunderkrankungen können manchmal die Ursache für trockene Schleimhäute sein. Deshalb empfehlen sich regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt.

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