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Kieselerde: Wirkung auf die Gesundheit, Anwendung und Nebenwirkungen

Kieselerde: Wirkung auf die Gesundheit, Anwendung und Nebenwirkungen

Kieselerde gilt als Wundermittel für schöne Haut, Haare und gesunde Knochen. Inzwischen gibt es einige Studien zur Kieselerde, ihrer Wirkung und ihren positiven Einfluss auf den Körper. Doch was ist Kieselerde eigentlich. was macht ihre Wirksamkeit gegen Krankheiten genau aus und ist die Einnahme für jeden bedenkenlos möglich? Die Antworten auf diese und viele weitere interessante Fragen zum Thema Kieselerde und Kieselalge erfährst du hier.

Wie entsteht Kieselerde aus der Kieselalge?

Kieselerde ist ein eher unspezifischer Begriff und beschreibt Sedimente, die einen hohen Mineraliengehalt besitzen. Bei der echten Kieselerde, auch bekannt als Silicea terra, handelt es sich um Ablagerungen, die bei der Zersetzung der Kieselalge, einer einzelligen Meeresalge entstehen. Die Kieselalgen verdanken ihren Namen ihrer Zellhülle, die zum Grossteil aus Siliziumdioxid, dem Anhydrid der Kieselsäure, besteht. Stirbt eine Kieselalge ab, bleibt ihre Zellhülle zurück.

Was sind die Inhaltsstoffe der Kieselerde?

Kieselerde hat einen besonders hohen Siliziumgehalt. Er liegt zwischen 60 und 85 Prozent. Die starken Schwankungen lassen sich damit erklären, dass es sich um ein Naturprodukt handelt. Silizium ist das zweithäufigste Element auf der Erde und wird nur noch von Sauerstoff übertroffen. Das Halbmetall gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Darüber hinaus enthält Kieselerde in geringerem Masse auch andere Spurenelemente. Dazu gehören Eisen, Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Welche Wirkung hat Kieselerde auf Haut, Haare und Knochen?

Der Schlüssel zur Wirksamkeit von Kieselerde ist ihr hoher Siliziumgehalt. Im menschlichen Körper befinden sich insgesamt etwa ein bis zwei Gramm Silizium. Nach Eisen und Zink ist es das dritthäufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Silizium konnte insbesondere in den Knochen, dem Zahnschmelz sowie Haut und Haaren nachgewiesen werden. Das Spurenelement ist vermutlich an verschiedenen Aufbauprozessen im Körper beteiligt und kann folgende Bereiche positiv beeinflussen:

  • Silizium ist an der Bildung von Elastin- und Kollagenfasern beteiligt und kann so das Bindegewebe straffen.
  • Das Spurenelement spielt bei der Zellerneuerung eine Rolle und sorgt für eine frisches Hautbild.
  • Silizium stärkt Eiweissverbindungen, die für die Kräftigung der Haarwurzeln verantwortlich sind. So kann Kieselerde dünne oder spröde Haare gesünder und voller aussehen lassen und Haarausfall vorbeugen.
  • Da Silizium sich vermehrt im Knochengewebe findet, vermuten Forscher, dass es an Aufbauprozessen von Knorpel und Knochen beteiligt ist.
  • Kieselerde könnte ausserdem einen positiven Effekt auf Bänder und Sehnen haben und diese stärken.

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden kann Kieselerde helfen?

Die Anwendung von Kieselerde hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Schönheit, sondern auch die Gesundheit. Bei den folgenden Krankheiten und Beschwerden kann Kieselerde, äusserlich oder innerlich angewendet, helfen:

  • Gelenk- oder Knochenbeschwerden
  • Verbesserung der Wundheilung
  • Allergien
  • Hautkrankheiten mit Ekzembildung, Akne
  • Herpes
  • Sonnenbrand
  • Magen-Darm-Krankheiten, die von Blähungen, Übelkeit oder Durchfall begleitet werden
  • Zahnfleischentzündungen
  • Zerrungen

Wie kann Kieselerde als Nahrungsergänzungsmittel angewendet werden?

Der menschliche Körper ist nicht in der Lage, Silizium selbst herzustellen, und muss das Spurenelement daher über die Nahrung aufnehmen. Bei einer ausgewogenen Ernährung besteht in der Regel keine Gefahr der Unterversorgung. Dennoch scheint mit zunehmendem Alter der Siliziumgehalt im Körper abzunehmen. Hier kann Kieselerde als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen. Die Wirksamkeit von Kieselerde ist bisher noch nicht ausreichend belegt und stützt sich zum Grossteil auf Überlieferungen aus der Naturheilkunde. Daher darf es offiziell nur in Apotheken als traditionelles Arzneimittel beworben werden. Alle anderen Hersteller und Verkäufer dürfen es nur als Nahrungsergänzungsmittel anbieten. Es gibt inzwischen verschiedene Präparate auf dem Markt. Kieselerde ist als Gel, als Pulver oder in Form von Tabletten verfügbar. Als Pulver ist die Einnahme vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, da es einen sehr erdigen Geschmack hat und ein entsprechendes Mundgefühl verursacht. Daher greifen viele Anwender auf Tabletten oder Kapseln zurück. Wofür du dich entscheidest, ist letztlich eine Geschmacksfrage. Kieselerde sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, sondern nur in Form einer Kur über drei bis maximal sechs Monate, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Anwendung von Kieselerde kann einige Nebenwirkungen mit sich bringen. Besonders bei längerer Einnahme oder Überdosierung können folgende Nebenwirkungen und Symptome auftreten:

  • In Einzelfällen kann eine Überdosierung von Kieselerde zu Siliziumablagerungen in den Nieren führen. Dabei können Nierensteine aus Silizium entstehen.
  • In einigen Präparaten konnten erhöhte Bleiwerte nachgewiesen werden.
  • Eine Überdosierung mit Silizium kann zur vorzeitigen Hämolyse der roten Blutkörperchen führen. Bei diesem Prozess werden vermehrt die roten Blutkörperchen zersetzt, was zu Blutarmut führt.
  • Achte bei der Wahl des Präparats darauf, dass es sich um echtes Kieselerdepulver aus der Kieselalge handelt. Kieselerde kann auch aus Quarz oder Cristobalit gewonnen werden. Dieses deutlich günstigere Material wurde ursprünglich zur Herstellung von Glas verwendet. Die Einnahme durch den Menschen kann auf Dauer zu Nierenschäden und anderen gesundheitlichen Problemen führen.

Was sind die Alternativen zu Kieselerde-Pulver oder Tabletten?

Viele Nahrungsmittel enthalten Silizium. Besonders hoch ist der Siliziumgehalt in verschiedenen Getreidesorten wie Hafer, Hirse oder Gerste. Bei den Obst- und Gemüsesorten solltest du vermehrt zu Bananen und Kartoffeln greifen. Alkoholfreies Bier und Wasser sind ebenfalls gute Möglichkeiten, dem Körper Silizium zuzuführen.

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