Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Apotheker in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Propolis Wirkung – entzündungshemmend und das Immunsystem stärkend?

Propolis Wirkung – entzündungshemmend und das Immunsystem stärkend?

Bienen sind eines der wichtigsten Nutztiere der Welt und Menschen sind schon seit je her von ihren Produkten fasziniert. Neben Honig, Wachs und Gelée royale erstaunt auch Propolis mit seinen vielfältigen Wirkungen. Bienen nutzen es, um ihren Bienenstock vor schädlichen Erregern zu beschützen. Können also auch wir Menschen von den nützlichen Eigenschaften des Bienenkittharzes profitieren?

Was ist Propolis?

Propolis ist ein von Bienen hergestelltes Kittharz, das eine antivirale, antibiotische und antimykotische Wirkung hat. Es wirkt also gegen Viren, Bakterien und Pilze. Bienen verwenden dieses Stoffwachs, um ihren Bienenstock vor schädlichen Mikroorganismen zu schützen. Den Grossteil der Zusammensetzung von Propolis bildet Harz, weshalb es auch als Bienenkittharz, Bienenharz oder Kittharz bezeichnet wird. Weitere Synonyme sind Stoffwachs, Vorstoss, Bienenleim und Kittwachs. Neben Harz enthält Propolis unter anderem noch folgende Inhaltsstoffe:

  • knapp 30 Prozent Wachs
  • etwa 10 Prozent ätherische Öle
  • knapp 5 Prozent Pollen

Propolis soll auch beim Menschen gegen viele Krankheiten helfen und die Gesundheit fördern. Dies ist jedoch in der Medizin umstritten, da wissenschaftliche Nachweise fehlen.

Welche Wirkung hat Propolis?

Dem Bienenkittharz werden zahlreiche Wirkungen zugesprochen. Es gilt als natürliches Antibiotikum und als Heilmittel für zahlreiche Beschwerden und Symptome. In Laborstudien und Tierexperimenten konnten folgende Wirkungen von Propolis nachgewiesen werden:

  • Antioxidative Wirkung
  • Antimikrobielle Eigenschaften (gegen Bakterien)
  • Virostatische Wirkung (gegen Viren)
  • Förderung der Wundheilung
  • Zytotoxische Wirkung (etwa zur Hemmung von Krebstumoren)
  • Allergene Wirkung

Die im Propolis enthaltenen Blütenpollen und Harze sind reich an Flavonoiden, also sekundären Pflanzenstoffen mit antioxidativen Eigenschaften. In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass das Kittharz oxidativem Stress entgegenwirkt und somit als sogenannter Radikalfänger wirkt. Antioxidanzien haben eine gesundheitsfördernde Wirkung und können die Lebenserwartung erhöhen. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass Propolis gegen diverse grampositive und -negative Keime wirkt. Auch eine antivirale Wirkung gegen Herpesviren und Rhinoviren liessen sich in Tests bestätigen. Darüber hinaus hemmt Propolis das Wachstum von Candida albicans (Soorpilz) sowie verschiedenen Dermatophyten (Hautpilzen). Insgesamt konnte in Versuchen an Mäusen eine Wirkung gegen Pilze, Bakterien und Viren nachgewiesen werden. Eine negative Eigenschaft von Propolis ist seine allergene Wirkung. Da das Kittharz verschiedene Stoffe wie etwa Pollen enthält, wirkt es als Kontaktallergen. Sowohl bei äusserlicher Anwendung wie beispielsweise in Kosmetik als auch bei einer innerlichen Einnahme als Arzneimittel konnte ein Zusammenhang zwischen Propolis und allergischen Reaktionen beobachtet werden.

Ist Propolis gut für die Gesundheit?

Zwar konnten in Laborexperimenten und Tierstudien zahlreiche positive Eigenschaften von Propolis nachgewiesen werden, ob und in wie fern diese auch beim Menschen gesundheitsfördernd wirken, ist jedoch umstritten. Grosse Vorsicht ist jedoch bei Produkten aus China angebracht, da in vielen dieser Präparate krebserregende Stoffe gefunden wurden. Ausserdem sollten schwangere und stillende Frauen sowie Personen, die allergisch auf Insektenstiche oder Pollen reagieren, auf das Kittharz verzichten. Propolis hat nämlich ein hohes Potenzial für allergische Reaktionen.

Tropfen, Kapseln und Co. – Welche Darreichungsformen gibt es?

In Apotheken lassen sich zahlreiche Propolis-Produkte in unterschiedlichen Darreichungsformen finden. Welche Arzneiform sich am besten eignet, ist dabei vom erwünschten Einsatzgebiet abhängig:

  • Cremes, Salben und Sprays (Kosmetika)
  • Kapseln, Lösungen und Pulver (Nahrungsergänzungsmittel)
  • Tinkturen, Urtinkturen und Tropfen (Homöopathika)

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden kann Propolis helfen?

Propolis findet bei verschiedenen Krankheiten, Störungen und Beschwerden Anwendung. Zu den innerlichen Anwendungsgebieten von Propolis zählen:

  • Erkältungen
  • Atemwegserkrankungen wie Bronchitis
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Leberstörungen
  • Durchblutungsstörungen

Hierbei sei jedoch angemerkt, dass bisher keine dieser Wirkungen beim Menschen wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Sehr häufig kommt Propolis weiterhin für die äusserliche Anwendung an Haut und Schleimhäuten zum Einsatz. So wird Propolis etwa bei Verletzungen und Entzündungen der Haut eingesetzt, etwa bei:

  • kleineren Schürf- und Schnittwunden
  • Sonnenbrand
  • Fusspflege
  • Ekzemen
  • der generellen Hautpflege

Zu den äusserlichen Anwendungsgebieten von Propolis auf Schleimhäuten zählen:

  • Zahnhygiene
  • Mundhygiene
  • kleinere Verletzungen des Mundraums
  • Analschleimhaut-Entzündungen
  • Aphthen

Darüber hinaus kann Propolis auch in folgenden Fällen helfen:

  • Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
  • Vorbeugung von Infektionen
  • Rheumatische Beschwerden
  • Haarpflege

Hilft Propolis gegen Entzündungen?

Propolis soll gegen verschiedene Entzündungen helfen, beispielsweise:

  • Halsentzündungen
  • Rachenentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Schleimhautentzündungen
  • Eitrige Hautentzündungen und Pickel

Wissenschaftlich nachgewiesen ist dies allerdings nicht.

Wie erfolgt die Dosierung von Propolis?

Die Dosierung von Propolis ist von verschiedenen Faktoren wie etwa der Darreichungsform, dem Einsatzgebiet sowie der Konzentration der Lösungen abhängig. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, generelle Aussagen zu der Propolis Dosierung zu machen. Es sollten daher stets die Angaben und Anwendungshinweise des jeweiligen Herstellers befolgt werden. Folgende Dosierungen dienen als Richtlinie für die Dosierung von Propolis-Produkten. Tinktur mit zehn oder 20 Prozent Propolis-Anteil:

  • Kinder von vier bis zehn Jahren: 10 bis 40 Tropfen
  • Erwachsene und Kinder über 11 Jahren: 20 bis 80 Tropfen

Bei Propolis Nasenspray:

  • Kinder von vier bis zehn Jahren: zwei Mal am Tag je eine Sprüheinheit pro Nasenloch
  • Erwachsene und Kinder über 11 Jahren: drei Mal am Tag je zwei Sprüheinheiten pro Nasenloch

Bei Propolis Halsspray:

  • Kinder von vier bis zehn Jahren: drei Mal am Tag eine Sprüh-Einheit
  • Erwachsene und Kinder über 11 Jahren: drei Mal am Tag zwei Sprüh-Einheiten

Bei Propolis Tabletten:

  • Tabletten für Erwachse und Kinder über zehn Jahren: zwei Tabletten am Tag
  • Kautabletten für Erwachse und Kinder ab vier Jahren: zwei Tabletten am Tag

Der Apothekenvergleich für die Schweiz. Finde die besten Apotheker in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Was hilft gegen Schnarchen? Tipps und Tricks

Was hilft gegen Schnarchen? Diese Frage stellt sich spätestens dann, wenn du regelmässig mit jemandem im Bett liegst, der zum Schnarchen neigt. Denn das Schnarchen fällt dem Betroffenen selbst zumeist nicht auf – er schläft ja. Solltest du also einen Schnarcher im Haus haben oder auch selbst erfahren haben, dass du schnarchst, ist die Frage legitim, was gegen das Schnarchen hilft. Dabei kann es unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal ist es einfach nur die Liegeposition, manchmal ist es aber auch das Symptom einer Krankheit. Was hilft und wie du das Schnarchen vielleicht abstellen kannst, erfährst du hier.

Eisenmangel – Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Das Spurenelement Eisen übt im Körper verschiedene Funktionen aus. Wenn der Eisenbedarf nicht ausreichend gedeckt wird, kann das zu verschiedenen Beschwerden wie Müdigkeit und Kopfschmerzen führen. Dabei gibt es bestimmte Risikogruppen, die anfälliger für einen Eisenmangel sind. Welche Ursachen dahinter stecken, was typische Eisenmangel-Symptome sind, wie Diagnose und Behandlung verlaufen und weitere interessante Fakten zum Thema erfährst du hier.

Lamotrigin – Epilepsie erfolgreich behandeln

Bei knapp jedem hundertsten Menschen wird Epilepsie diagnostiziert, eine Folge von Hirnerkrankungen, die epileptische Anfälle auslösen und in jedem Alter auftreten können. Die Betroffenen leiden während eines Anfalls unter leichten Muskelzuckungen, verkrampften Muskeln bis hin zu heftigen Krämpfen und kurzzeitigem Bewusstseinsverlust. Schwere und häufige Fälle von Epilepsie werden zumindest zeitweise medikamentös behandelt, unter anderem mit Lamotrigin.