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Asthmamedikamente – eine gute Behandlung erhöht die Lebensqualität

Asthmamedikamente – eine gute Behandlung erhöht die Lebensqualität

Asthma ist eine Krankheit der Atemwege, die weit verbreitet ist. Leidest du an dieser Krankheit und kommt es zu einem Anfall, kann dies zu Husten und Atemnot führen. Die chronisch entzündliche Krankheit der Atemwege kann mit Medikamenten in den meisten Fällen gut behandelt werden. Die richtige Therapie, die die Anfälle und Beschwerden von Asthma lindert, trägt entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität bei den Betroffenen bei. Alles zum Thema Asthmamedikamente bekommst du hier.

Was ist Asthma?

Verschiedene Formen von Erkrankungen der Atemwege werden unter dem Begriff Asthma zusammengefasst. Sie führen zu folgenden Symptomen:

  • Verengung der Bronchien
  • Beklemmungsgefühl in der Brust
  • Atemnot
  • Husten
  • pfeifende Geräusche beim Atmen

Unterschieden wird zwischen allergischem und nicht-allergischem oder intrinsischem Asthma.

Was sind die Ursachen von Asthma?

Bei den meisten Personen, die an Asthma erkranken, kommen zwei Dinge zusammen:

  • eine Veranlagung, dass die Bronchien, wenn sie entzündet sind, empfindlich auf gewisse Reize reagieren
  • einen konkreten Auslöser, der die typischen Fälle von Atemnot hervorruft, etwa ein Infekt der Atemwege oder ein Allergen

Beim allergischen Asthma werden die Symptome durch bestimmte Verursacher ausgelöst. Diese Form von Asthma tritt vielfach bereits bei Kindern auf, die intrinsischen Formen von Asthma meist erst bei Erwachsenen im Alter von dreissig Jahren oder mehr. Beispielsweise kann eine Bronchitis zu nicht-allergischem Asthma führen, auch wenn das nicht sehr häufig geschieht. Es gibt auch Mischformen der beiden Typen von Asthma. Auslöser von allergischem Asthma sind häufig:

  • Pollen
  • Hausstaubmilben
  • Tierhaare
  • Nahrungsmittel
  • Schimmelpilze
  • Arzneimittel

Die Reize, die einen Asthmaanfall bei nicht-allergischem Asthma auslösen sind unspezifisch. Dazu gehören:

  • körperliche Anstrengung
  • Tabakrauch
  • Parfüm
  • Kälte
  • Schadstoffe in der Luft wie Ozon oder Stickstoffdioxid
  • Stress
  • Infektionen der Atemwege

Welche Möglichkeiten der Behandlung von Asthma gibt es?

Es gibt verschiedene Gruppen von Medikamente, die dir als Basistherapie bei Asthma verschrieben werden können. Das Ziel einer Therapie ist es, dass die Symptome weiter auftreten und die Krankheit voranschreitet. Je nach Schwere der Krankheit sind gängige Gruppen von Medikamenten:

  • Glukokortikoide (Kortison) hemmen die Entzündungsreaktion der Bronchien
  • Betasympathomimetika entspannen die Muskulatur der Bronchien und weiten so die Atemwege

Oft werden die Medikamente mit einem Inhalator eingeatmet. So wirken sie sehr spezifisch. Kortison kannst du auch in Tablettenform einnehmen. Welche Therapie konkret eingesetzt wird, hängt auch vom Grad der sogenannten Asthmakontrolle ab. Hier werden drei Stufen unterschieden, die von verschiedenen Parametern abhängen:

  • kontrolliertes Asthma
  • teilweise kontrolliertes Asthma
  • unkontrolliertes Asthma

Welche Therapie wird bei Kindern gewählt?

Erwachsene Personen inhalieren meist mit Pulverinhalatoren. Eine Behandlung mit solchen Inhalatoren ist bei kleinen Kindern aber nicht möglich, da sie nicht das gleichzeitige Sprayen und Inhalieren nicht koordinieren können. Für sie gibt es deshalb Feuchtinhalatoren. Eine weitere Besonderheit bei der Behandlung von Kindern: Sie erhalten Kortison nur in möglichst geringen Mengen und als Spray, nicht in Tablettenform. Der Wirkstoff wird bei ihnen sehr zurückhaltend eingesetzt. Ab einem Asthma-Schweregrad der Stufe 2 wird ihnen teils inhalative Glucocorticosteroide, also Steroide, die inhaliert werden können, verschrieben.

Was kann getan werden, wenn die Beschwerden akut auftreten?

Im Vorfeld musst du mit einem Arzt besprechen, was du tun kannst, wenn du merkst, dass sich ein Asthmaanfall anbahnt. Zum Notfallplan gehören häufig

  • ruhig bleiben
  • Peak-Flow-Wert messen
  • rasche Behandlung mit Notfall-Medikamenten
  • Atemtechnik nutzen

Natürlich ist es wichtig, dass du stets deine Notfallmedikamente bei dir trägst, damit du für den Ernstfall gewappnet bist und gegen die Beschwerden etwas unternehmen kannst. Gerade, wenn du unter schweren Asthmanfällen leidest, ist es hilfreich, wenn du Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen über Notfallmassnahmen informierst und ihnen auch sagst, unter welchen Umständen sie einen Notarzt informieren müssen. Das ist besonders wichtig, wenn die Anfälle mit einer gewissen Häufigkeit auftreten.

Was muss ich auf Reisen beachten, wenn ich an Asthma leide?

Wenn du an Asthma leidest und auf Pollen allergisch reagierst, informiere dich über den erwarteten Pollenflug im Zielland während der geplanten Reisezeit. Auch eine allergikerfreundliche, nikotinfreie Unterkunft kann eine Erleichterung bedeuten. Auf jeden Fall solltest du nach Möglichkeit Städte oder Länder mit hoher Schadstoffbelastung meiden. Besonders zu empfehlen für Asthmatiker sind Urlaubsziele in den Bergen oder am Meer. Die Höhenluft, wo die Pollenkonzentration tiefer ist, oder die salzhaltige Meeresluft helfen dir, Beschwerden zu lindern. Doch egal wohin du in den Urlaub fährst: Deine Notfallmedikamente solltest du auf jeden Fall dabei haben.

Was muss ich im Alltag beachten, wenn ich an dieser Krankheit leide?

Wenn du an allergischem Asthma leidest, bist du natürlich gut beraten, die Allergene, die einen Anfall auslösen können, zu meiden. Diese Empfehlung ist, je nach Allergen, das gemieden werden muss, schwer umzusetzen. Für Kinder kann das noch viel schwieriger sein, wenn sie einsehen sollen, dass sie kein Haustier haben dürfen oder dass sie im Frühling im Haus bleiben sollen. Folgende drei Punkte solltest du in deinem Alltag beachten, wenn du unter Asthma leidest:

  • Bekannte mögliche Auslöser meiden, besonders, wenn eine Allergie das Asthma auslöst
  • Medikamente wie vorgeschrieben einnehmen
  • Medikamente für den Notfall immer mitnehmen

Wenn du an mittelschwerem oder schwerem Asthma leidest, wird dir häufig eine Grippeimpfung empfohlen, da eine Grippe bei Personen, die an Asthma leiden, einen schwerwiegenderen Verlauf nehmen kann.

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