Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Apotheker in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Magenschutz-Medikamente: Wirkung, Anwendung und Alternativen

Magenschutz-Medikamente: Wirkung, Anwendung und Alternativen

Magenschutz-Medikamente oder Magensäureblocker hemmen die Produktion von Salzsäure im Magen. Greift die Säure die Magenwand an, können Entzündungen, Geschwüre oder sogar Perforationen entstehen. Leidest du unter einer Erkrankung, die mit einer erhöhten Säureproduktion einhergeht, helfen die Mittel effektiv. Zudem werden sie vorbeugend bei der Einnahme von Medikamenten verordnet, zu deren Nebenwirkungen Magen-Darm-Schädigungen zählen. In den folgenden Abschnitten erfährst du, wie Magenschutz-Präparate wirken, wie sie angewendet werden und mit welchen Risiken ihre Einnahme verbunden ist.

Was sind Magenschutz-Medikamente?

Magenschutz-Medikamente dienen dazu, die Schleimhaut des Magens vor Schäden zu schützen. Am häufigsten eingesetzt werden die sogenannten Magensäureblocker (auch als Protonenpumpen-Inhibitoren, PPI, bezeichnet). Diese sorgen, wie der Name sagt, für eine Hemmung der Säureproduktion. Die Wirkstoffe werden über den Darm aufgenommen und gelangen über den Blutkreislauf in die Belegzellen des Magens, wo sie in ihre aktive Form überführt werden und die H+/K+-ATPase hemmen. So verhindern sie die Sekretion von Protonen und damit die Bildung der Magensäure. Aufgrund einer Änderung der Struktur der Protonenpumpen durch die Wirkstoffe ist die Hemmung irreversibel. Die Säureproduktion setzt erst wieder ein, wenn die Zellen neue Pumpen gebildet haben, was zwei bis drei Tage dauern kann. Protonenpumpen-Hemmer sind in Apotheken rezeptfrei erhältlich. Bekannte Wirkstoffe sind:

  • Omeprazol
  • Pantoprazol
  • Esomeprazol
  • Lansoprazol
  • Rabeprazol

Neben den Protonenpumpen-Hemmern gibt es weitere Medikamente, die als Magenschutz zur Anwendung kommen. Dazu gehören beispielsweise die H2-Antagonisten wie Cimetidin, Ranitidin oder Famotidin, die den Histamin-Rezeptor blockieren.

Welche Symptome zeigen eine Magenerkrankung an?

Magenschutz-Medikamente werden zur Behandlung von Krankheiten des Magens eingesetzt sowie zur Vorbeugung von Magenschädigungen durch die Einnahme weiterer Medikamente. Indikationen für die Gabe von Magenschutz-Präparaten sind zum Beispiel Geschwüre der Magen- oder Dünndarmschleimhaut, eine Magenentzündung sowie die Reflux-Krankheit. Arzneimittel wie die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), die den Magen-Darm-Trakt schädigen können, werden häufig mit Protonenpumpen-Hemmern kombiniert. Folgende Symptome können bei Erkrankungen des Magens oder einer erhöhten Magensäureproduktion auftreten:

  • Schmerzen in der Magengegend
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Brennen in der Speiseröhre
  • Gewichtsverlust

Zeigen sich bei dir Anzeichen einer Magenerkrankung, solltest du diese bei deinem Hausarzt abklären lassen.

Wie erfolgt die Einnahme von Magenschutz-Medikamenten?

Protonenpumpen-Hemmer sind als Tabletten oder Kapseln erhältlich. Damit sie ihre volle Wirkung entfalten können, solltest du sie auf nüchternen Magen einnehmen. Eine halbe bis eine Stunde vor einer Mahlzeit ist ideal. In der Regel reicht eine einmalige Einnahme pro Tag. Die Dosierung liegt je nach Wirkstoff bei 20 bis 40 Milligramm. Dein Arzt wird dich beraten, welche Dauer, Menge und Einnahmehäufigkeit bei deinen Beschwerden angezeigt sind. Ohne ärztliche Kontrolle solltest du Protonenpumpen-Hemmer nicht länger als zwei Wochen einnehmen. Bei Sodbrennen im Zusammenhang mit einer Nahrungsaufnahme besteht die Möglichkeit einer Unverträglichkeit oder Allergie auf bestimmte Lebensmittel. In einem solchen Fall solltest du eine Ernährungsumstellung in Erwägung ziehen, bevor du zu Protonenpumpen-Hemmern greifst, da eine langfristige Einnahme der Medikamente mit Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Welche Nebenwirkungen treten auf?

Über einen kurzen Zeitraum eingenommen, sind Magenschutz-Medikamente gut verträglich. Gelegentlich treten als Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit oder Verdauungsstörungen auf. Zudem sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Protonenpumpen-Inhibitoren können die Aufnahme von anderen Wirkstoffen hemmen. Patienten, die Clopidogrel zur Blutverdünnung nutzen, sollten, wenn möglich, auf Protonenpumpen-Hemmer verzichten. Weiterhin sind Wechselwirkungen mit Schlafmitteln und Herzmedikamenten beschrieben.

Was sind die Risiken von Magenschutz-Medikamenten?

Für die Langzeitanwendung von Protonenpumpen-Hemmern werden bestimmte Risiken diskutiert, die von Vitamin B12-Mangel, einer Hemmung der Magnesiumaufnahme über Leber- und Nierenschäden bis hin zu einem Knochendichteverlust reichen. Musst du Protonenpumpen-Hemmer über Jahre einnehmen, solltest du deine Gesundheit im Blick behalten. Durch regelmässige Blutkontrollen lassen sich Mängel frühzeitig erkennen. Ergänzend kannst du, wenn nötig, Vitamin B12- oder Magnesiumpräparate einnehmen. Die Magensäure dient zudem der Abtötung von Keimen, die über die Nahrung in den Verdauungstrakt gelangen. Ist die Säureproduktion gehemmt, ist dieser Schutzmechanismus beeinträchtigt und die Anfälligkeit für Infektionen steigt.

Wie zeigt sich eine Allergie gegen Magenschutz-Medikamente bei Patienten?

Gelegentlich entwickeln sich Allergien gegen die Wirkstoffe oder Hilfsstoffe von Medikamenten. Auch bei den Protonenpumpen-Hemmern kommt dies vor. Stellst du bei der Behandlung mit Magenschutz-Präparaten Symptome wie Hautreaktionen, Gesichtsschwellungen, Nesselsucht oder einen Blutdruckabfall fest, solltest du die Medikamente absetzen. In schweren Fällen können allergische Reaktionen zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Welche natürlichen Alternativen zu Magenschutz-Medikamenten gibt es?

Als Patient mit Magenbeschwerden solltest du zunächst bei einem Arzt die Ursache ermitteln lassen. Bestimmte Erkrankungen müssen mit Protonenpumpen-Hemmern behandelt werden, um eine effektive Unterdrückung der Magensäureproduktion zu erreichen. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten und damit verbundenen Reizungen des Magens kannst du jedoch mit einer Ernährungsumstellung und natürlichen Mitteln Erfolge erzielen. Um den Magen zu beruhigen, haben sich beispielsweise Kamillentee oder Leinsamenaufgüsse bewährt. Eine Behandlung mit Heilerde oder Natron hilft, einen Teil der Magensäure zu neutralisieren.

Der Apothekenvergleich für die Schweiz. Finde die besten Apotheker in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Die besten Hausmittel gegen Schluckweh und Halsschmerzen

Halsschmerz entsteht als Reiz und unangenehmes Empfinden häufig in Verbindung mit Schluckbeschwerden, Heiserkeit und Husten. Dafür verantwortlich ist eine Entzündung der Schleimhaut im Hals, wie es bei einer Grippe oder Erkältung der Fall ist. Positiv ist, dass sich Schluckbeschwerden leicht mit klassischen Hausmitteln behandeln lassen. Oftmals genügt es, bestimmte Teesorten zu trinken, zu inhalieren, einen Halswickel zu machen oder mit Salzwasser zu gurgeln.

Pregabalin: Die Nebenwirkungen des Wirkstoffs unter der Lupe

Eine sehr vielseitige Wirkung auf verschiedene Krankheiten und Beschwerden hat Pregabalin. Es hilft nicht nur bei Angststörungen oder Epilepsie, sondern ist auch ein Mittel, um Entzugssymptome bei Opiatabhängigen oder Nervenschmerzen zu lindern. Das Präparat wird als Tablette genommen, enthält auf dem Beipackzettel allerdings auch einige Nebenwirkungen, die berücksichtigt werden sollten. Mehr zu den Nebenwirkungen von Pregabalin gibt es im Folgenden.

Pflanzliche Antidepressiva – die schonende Alternative bei Depressionen

Psychische Belastungen sollten nie auf die leichte Schulter genommen werden, besonders wenn sie Schlafstörungen, Unruhe, Stimmungsschwankungen oder sogar Depressionen auslösen. Eine Behandlung ist bei länger anhaltenden Depressionen mit Antidepressiva möglich. Dabei sind die pflanzlichen Medikamente mit Heilpflanzen den chemischen vorzuziehen, bis die Symptome abklingen.

Hausmittel gegen Reizhusten – gesunde Wege, um den Hustenreiz zu stoppen

Es kratzt unangenehm im Hals, während du im Meeting sitzt, und abends kannst du nicht einschlafen. Hustenreiz ist teilweise wirklich nervig und störend. Es gibt einige gute Medikamente, um den Hustenreiz zu stoppen. Allerdings sind bekannte Hausmittel wie Honig, Inhalationen und Zwiebelsaft meist genauso effektiv. Sie beruhigen unsere gereizten Atemwege und lassen uns wieder frei durchatmen. Welche Hausmittel gegen Reizhusten helfen, sagen wir dir hier.

Eine trockene Nasenschleimhaut behandeln – praktische Tipps und Tricks

In der Nase juckt es ständig und du bemerkst ein seltsames Kitzeln? Möglicherweise liegt der Grund in einer trockenen Nasenschleimhaut. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, dDenn unsere Schleimhäute in der Nase tragen einen wichtigen Teil dazu bei, uns das gesamte Jahr über gesund zu halten. Es handelt sich um eine Art Schutzbarriere, die unsere Nasenschleimhaut gegen Erreger aufbaut. Wir zeigen, wie du einer Dürre im Riechorgan vorbeugst und eine bestehende Trockenheit wirksam bekämpfst.

Hausmittel gegen Verstopfung – wie die Verdauung natürlich angeregt wird

Eine Obstipation, im allgemeinen Sprachgebrauch besser bekannt als Verstopfung, kann sehr unangenehm sein. Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen. Über ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich durch einen trägen Darm von Zeit zu Zeit beeinträchtigt, wobei Frauen und ältere Menschen häufiger betroffen sind. Dennoch wird das Thema oftmals noch tabuisiert. Zum Glück gibt es zahlreiche, vor allem auch natürliche Möglichkeiten, einer Verstopfung entgegenzuwirken und somit ohne Medizin zur Entlastung beizutragen.