Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Apotheker in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Einschlafstörungen Medikamente: Wann sind Tabletten sinnvoll und wie wird der Nachtschlaf wieder tief und erholsam?

Einschlafstörungen Medikamente: Wann sind Tabletten sinnvoll und wie wird der Nachtschlaf wieder tief und erholsam?

Eine schlaflose Nacht kompensiert unser Organismus meist problemlos. Doch wenn es immer wieder zu Einschlafstörungen kommt, fühlst du dich tagsüber wie gerädert. Selbst die kleinsten Tätigkeiten werden zur Herausforderung und nichts macht mehr Spass. Das Tückischste daran aber ist der Teufelskreis: Schon beim Zubettgehen wächst die Sorge, erneut keine Ruhe zu finden und sich stundenlang im Bett zu wälzen. Die Folge: Der innere Druck verhindert die mentale und körperliche Entspannung – und somit das Einschlafen. Erfahre, wie du deine Schlafprobleme auflöst, welche Erkrankung sich hinter ihnen verbergen kann und wann die Einnahme von Schlaftabletten sinnvoll ist.

Was sind die Ursachen für Schlafstörungen?

Wenn man der Ursache von Schlafstörungen auf die Spur kommen möchte, ist mitunter detektivischer Spürsinn gefragt. Denn gerade beim Thema Schlaf reagiert unser Organismus besonders sensibel auf Störfaktoren. Dazu zählen unter anderem:

  • Dauerstress, innere Unruhe, kreisende Gedanken und Sorgen
  • Schmerzen und Unwohlsein, das im Liegen stärker wird
  • Störende Schlafumgebung (zu warmes Schlafzimmer, Lärm, Schnarchen des Partners, Elektrosmog)
  • Mangelnde körperliche Auslastung im Alter, etwa durch zu wenig Bewegung
  • Voller Magen, aufputschende Getränke oder Medikamente
  • Erkrankungen wie Depressionen, Restless-Legs-Syndrom, rheumatische Beschwerden

Ist Schlaflosigkeit eine eigenständige Erkrankung?

Schlaflosigkeit zählt nicht als eigenständige Krankheit, sondern ist in der Regel die Folge anderer Krankheiten, Beschwerden oder Störfaktoren. Deshalb lohnt es sich, bei wiederkehrender Schlaflosigkeit für eine genaue Diagnose zu sorgen und sich bei einem Arzt oder Schlafmediziner gründlich durchchecken zu lassen. So kann ein dauerhaft schlechter Schlaf zum Beispiel die Folge einer Depression sein. Unruhige, zuckende Beine hingegen sind unter Umständen ein Hinweis auf das Restless-Legs-Syndrom. Fühlt man sich trotz ausreichend Schlaf beim Aufwachen erschöpft und müde, liegt vielleicht eine Schlafapnoe vor, die man gar nicht bewusst wahrnimmt. Diese kostet den Körper jedoch permanent Kraft.

Was genau ist eine Durchschlafstörung?

Bei Schlafstörungen unterscheidet man zwischen Schlaflosigkeit, Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen.

  1. Schlaflosigkeit: Sie ist oftmals eine subjektive Empfindung. Der Betroffene ist sich sicher, kein Auge zugetan zu haben. Dennoch hat der Körper immer mal wieder kurz auf Schlaf umgeschaltet. Anhaltende Schlaflosigkeit bedarf dringend einer ärztlichen Behandlung.
  2. Einschlafstörung: Bei einer Einschlafstörung ist die Einschlafphase ungewöhnlich ausgedehnt. Die Betroffenen liegen häufig stundenlang wach, bis sie endlich einschlafen können.
  3. Durchschlafstörung: Wer unter einer Durchschlafstörung leidet, schläft in der Regel normal ein, wacht aber nachts immer wieder scheinbar grundlos auf und hat anschliessend Schwierigkeiten, in den Schlaf zurückzufinden.

Bei welchen Symptomen sollte ich einen Schlafmediziner aufsuchen?

Es ist normal, dass es im Laufe des Lebens immer wieder zu Phasen kommt, in denen das Einschlafen schwerer fällt oder der Nachtschlaf gestört ist. Normalerweise reguliert sich dieser Zustand nach einiger Zeit von selbst. Bei folgenden Symptomen jedoch sollte der Besuch eines Arztes, Psychologen oder Schlaflabors in Betracht gezogen werden, um die Ursache zu finden:

  • Regelmässiges stundenlanges Wachliegen mit Unruhe, Angst und kreisenden Gedanken (Sorgenkarussell)
  • Stark verminderte Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Schwäche aufgrund mangelnden Schlafs
  • Schmerzen und Kraftlosigkeit beim und nach dem Aufwachen
  • Verdacht auf Depression
  • Schlafen ist ohne Tabletten oder Alkoholkonsum nicht mehr möglich
  • Der Partner beobachtet Atemaussetzer oder nächtliches Röcheln

Wie sieht die Behandlung von Schlafstörungen aus?

Die Behandlung von Schlafproblemen richtet sich immer nach der jeweiligen Grunderkrankung. Kann der Patient wegen ruheloser Gedanken und Angstzuständen nicht einschlafen, gilt es also, die psychischen Ursachen zu durchleuchten und aufzulösen. In der Anfangszeit der Behandlung kann es jedoch sinnvoll sein, zunächst Schlaftabletten zu verschreiben, damit der Betroffene sich entspannen kann und weiss: „Ich habe etwas da, das mir beim Schlafen hilft.“ Dauerhaft solltest du Schlaftabletten jedoch nicht einnehmen, da sie abhängig machen können.

Wie sorge ich für eine optimale Schlafqualität?

  • Der Körper braucht Bewegung und frische Luft, um seine erwünschte, natürliche „Bettschwere“ zu entwickeln.
  • Meditation und autogenes Training helfen, lästiges Gedankenkreisen aufzulösen und den Kopf zu entspannen.
  • Schweres Essen vor dem Schlafengehen sollte unbedingt vermieden werden.
  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte nicht höher als 18 Grad sein.
  • Dauerlaufende Fernseher stören den Schlaf. Am besten ist es, den Fernseher aus dem Schlafzimmer zu verbannen.
  • Schlafrituale helfen dabei, den Körper auf das Loslassen einzustimmen – etwa in Form von sanfter Musik, einem Baldriantee, dem Niederschreiben von Alltagseindrücken oder einem warmen Bad.

Welche freiverkäuflichen Schlafmittel gibt es in der Apotheke?

Die meisten stärkeren freiverkäuflichen Schlafmittel enthalten den Wirkstoff Doxylamin. Sie sollten nur kurzzeitig zur Eigenbehandlung von Schlafproblemen wie beispielsweise einer Durchschlafstörung verwendet werden. Präparate auf der Basis von Baldrian, Johanniskraut, Lavendel oder Passionsblume hingegen kannst du über eine längere Zeit hinweg einnehmen. Vermeide jedoch generell Alkohol als Einschlafhilfe. Zum einen kann daraus eine Sucht entstehen, zum anderen hat Alkohol eine negative Wirkung auf den wertvollen Tiefschlaf.

Der Apothekenvergleich für die Schweiz. Finde die besten Apotheker in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Marsupialisation: Wie der operative Eingriff bei Zysten erfolgt

Zysten machen sich nicht immer bemerkbar und in den meisten Fällen erweisen sie sich als gutartig. Es gibt jedoch Ausnahmen: Einige der abgekapselten Hohlräume, die Flüssigkeit enthalten, entwickeln sich zu einer schmerzhaften Entzündung. Oft nehmen wir sie auch als ästhetisches Problem wahr, etwa im Intimbereich. Bei der Marsupialisation handelt es sich um eine Methode, die in speziellen Fällen Abhilfe schafft. Erfahre, für wen der Eingriff sich eignet und wie dieser verläuft.

Methylsulfonylmethan – wichtiges Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Entzündungen und Allergien

Nahrungsergänzungsmittel sind sehr beliebt, denn sie versorgen unseren Körper nicht nur mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern steigern auch das allgemeine Wohlbefinden. Einigen Präparate gelten sogar als wirksame Heilmittel. Dazu zählt auch die natürliche Substanz Methylsulfonylmethan, deren heilende Wirkung sich vor allem auf den Bestandteil Schwefel zurückführen lässt. In den folgenden Abschnitten erhältst du wichtige Informationen zu den Eigenschaften und der Wirkung von Methylsulfonylmethan und findest heraus, bei welchen Erkrankungen das Wundermittel hilft.

Histaminintoleranz Test: Pseudoallergie mit schwieriger Diagnostik

Kaffee, Wurst, Käse, Avocado: Die Lebensmittel, auf die der Körper von Histaminintoleranten reagiert, sind zahlreich und sehr unterschiedlich. Eine Histaminose schafft grossen Leidensdruck für den Patienten. Doch sie zu diagnostizieren, ist alles andere als einfach. Gibt es einen zuverlässigen Histaminintoleranz Test? Wann lohnt es sich, eine Diagnostik machen zu lassen, und wie läuft die Diagnose der Histaminunverträglichkeit ab? Wir klären die wichtigsten Fragen rund um die rätselhafte Pseudoallergie und den Test darauf.

Hausmittel gegen Blähungen – was wirklich hilft

Jeder Mensch hat hin und wieder Blähungen. Dies ist ganz normal und wenig bedenklich. Oft leiden wir gerade nach einem üppigen Essen unter einem unangenehmen Völlegefühl, Bauchschmerzen und einem Blähbauch. Treten solche Beschwerden jedoch zu häufig auf, so können sie sehr unangenehm werden. Nicht immer schützt ein gesunder Ernährungsplan vor einem Völlegefühl und einem Blähbauch, denn oft spielt auch der Stress im Alltag eine zentrale Rolle. In diesem Artikel erfährst du, welche Hausmittel gegen Blähungen helfen und was du sonst noch beachten solltest.

Sanfilippo Syndrom – seltene Erbkrankheit mit tödlichen Folgen

Seltene Krankheiten sind kein grosses Thema in unserer Gesellschaft, weil sie nur sehr wenige Menschen betreffen. Manchmal lassen sich die jährlichen Neuerkrankungen innerhalb eines Landes sogar an einer Hand abzählen. Für die Betroffenen ist der Leidensdruck dennoch enorm. Wenn selbst Ärzte ratlos sind und bei der Behandlung an ihre Grenzen stossen, gibt es wenig Hoffnung für die Patienten. Das Sanfilippo Syndrom ist eine dieser seltenen Krankheiten. In den folgenden Abschnitten lernst du die Ursachen und Symptome der Stoffwechselstörung kennen und erhältst zudem alle wichtigen Informationen zu den Therapiemöglichkeiten.

Hausmittel gegen Heiserkeit: So einfach gelingt eine nachhaltige Linderung

Wenn das Atmen schmerzt und wie Feuer in deinem Hals brennt, wünschst du dir eine schnelle Linderung. Zunächst einmal solltest du versuchen, die Ursache für die Beschwerden herauszufinden. Dadurch kannst du besser reagieren und die passende Behandlung wählen. Grundsätzlich eignet sich dann eine ganze Reihe von Hausmitteln gegen Heiserkeit. Die wichtigsten davon stellen wir dir nun genauer vor. Zudem gehen wir auch darauf ein, was du bei der jeweiligen Behandlung alles beachten solltest.