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Lamotrigin ist ein medizinischer Wirkstoff, der als Antiepileptikum zweiter Generation eingesetzt wird. Die Hauptindikation von Lamotrigin ist die Behandlung von Epilepsien als Einzelwirkstoff oder als Zusatztherapie in Kombination mit anderen Präparaten. Mit Lamotrigin werden verschiedene Formen der Epilepsie behandelt, um epileptischen Anfällen, auch während einer Alkoholentwöhnung, vorzubeugen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Prophylaxe von depressiven Phasen bei Patienten mit bipolarer Störung. Auch die bei Migräne und Nervenschmerzen auftretenden Schmerzen wie beispielsweise bei einer Trigeminusneuralgie und einige Symptome bei einer Parkinson-Erkrankung werden dadurch gelindert, weshalb das Mittel gegen Migräne genutzt wird. Im Allgemeinen ist der Wirkstoff sehr gut verträglich und wird daher gern verschrieben.
Anders als bei anderen Antiepileptika wirkt Lamotrigin über die Blockade von Natrium- und Calciumkanälen in den Nervenzellen. Somit wird deren Übererregbarkeit gestoppt und epileptische Anfälle nehmen ab. Lamotrigin ist der erste Wirkstoff, der antiepileptisch wirkt, indem er erregende Impulse dämpft. Dabei wird die Freisetzung von Glutamat als auslösender Nervenbotenstoff des erregenden Impulses verhindert und somit die unkontrollierte Reizweiterleitung verringert. Zusätzlich hat Lamotrigin eine beruhigende und dämpfende Wirkung, sodass es stimmungsaufhellend und muskelentspannend wirkt. Diese Eigenschaften resultieren aus der Hemmung der Reizweiterleitung der Nervenzellen im Rückenmark. Die vollständige Verarbeitung des Wirkstoffs erfolgt binnen von zweieinhalb Stunden vom Darm über das Blut. Der Abbau findet in der Leber statt und die Ausscheidung über die Nieren.
Die Verarbeitung von Lamotrigin als Antiepileptikum erfolgt bereits seit 1993. Seit Beginn ist auch seine Wirkung gegen Depressionen bekannt, sodass der Wirkstoff vermehrt als Antidepressivum eingesetzt wird. Durch seine breite Anwendung für die Gesundheit existieren von Lamotrigin verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffmengen und Zusammensetzungen. Die Hauptdarreichungsform sind verschreibungspflichtige Tabletten mit einer Dosierung von 5, 25, 50, 100 und 200 Milligramm. Es gibt auch Kautabletten und Tabletten zur Herstellung einer Suspension. Die Packungsgrösse variiert zwischen 30 und 200 Tabletten. Folgende Medikamente gibt es:
Folgende Handelsnamen vertreiben unter anderem Lamotrigin als Monopräparat:
Zusätzlich gibt es verschiedene Generika mit diesem Wirkstoff.
Die Medikation wird auf Anraten und unter Kontrolle eines Arztes durchgeführt, da die empfohlenen Dosierungen von Patient zu Patient stark variieren können, ausgehend von Krankheitsbild, Geschlecht, Gewicht, Medikamenteneinnahme und Alter. In der Regel erfolgt die Einnahme einmal oder zweimal täglich in Tablettenform mit ausreichend Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten. Zunächst verschreibt der Arzt eine geringe Dosis an Lamotrigin, um den Wirkstoff langsam in den Körper einzuschleichen und die Wirkung zu evaluieren. Danach erfolgt je nach Bedarf eine schrittweise Erhöhung der Dosis, wobei diese standardmässig um 50 Milligramm alle zwei Wochen gesteigert wird. Erwachsene nehmen zwischen 100 und 400 Milligramm Lamotrigin täglich zu sich. Bei Kindern bis zwölf Jahren liegt die übliche Dosis niedriger, basierend auf dem Körpergewicht. Die Dosis wird so lange erhöht, bis die individuelle Ziel- oder Erhaltungsdosis erreicht ist. Normalerweise bedarf Epilepsie einer dauerhaften Medikation. Sollte das Medikament dennoch abgesetzt werden, muss dies ebenso schrittweise über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen erfolgen. Bei Einnahme wegen bipolarer Störungen und bei starken Nebenwirkungen kann die Therapie abrupt beendet werden.
Im Allgemeinen ist Lamotrigin ein sehr gut verträgliches Mittel. Dennoch können etliche Nebenwirkungen durch die Einnahme auftreten. Besonders häufig treten Hautreaktionen mit Fleckenbildungen, Kopfschmerzen, Juckreiz, Schwindel und Sehstörungen wie doppeltes oder verschwommenes Sehen auf. Die möglichen schweren Hautreaktionen treten überwiegend in den ersten Behandlungswochen auf, sodass im Ernstfall die Therapie mit Lamotrigin abgebrochen werden muss. Häufige Nebenwirkungen sind:
Gelegentlich bis selten treten folgende Nebenwirkungen auf:
Vereinzelt kann es zu diesen unerwünschten Wirkungen kommen:
Wie bei allen Medikamenten gibt es Gegebenheiten, die bei der Einnahme von Lamotrigin zu beachten sind. Generell ist die Einnahme für Kinder unter zwei Jahren nicht geeignet. In der Schwangerschaft und Stillzeit kann das Präparat zwar weiter eingenommen werden. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen beim Ungeborenen, sodass die Dosis möglichst geringgehalten werden sollte. Durch die Muttermilch kann der Wirkstoff auf das Baby übertragen werden, wobei jedoch bisher keine negativen Auswirkungen festgestellt wurden. Die Einnahme der Anti-Baby-Pille beeinflusst die Verarbeitung und Wirksamkeit des Antiepileptikums, sodass die Dosis gegebenenfalls erhöht werden muss. Bei Patienten, die an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden, müssen entweder die Dosis oder der Abstand zwischen den Dosen herabgesetzt werden. Durch die Einnahme von Lamotrigin wird eventuell die Reaktionsfähigkeit heruntergesetzt. Dies kann negative Auswirkungen auf das Bedienen von Maschinen und die Teilnahme am Strassenverkehr haben, sodass diese Aktivitäten unterlassen werden sollten.
Wenn das Antiepileptikum zum Einsatz kommt, werden die Blutwerte des Patienten regelmässig überprüft. Bei der Blutuntersuchung wird der Lamotriginspiegel gemessen, um festzustellen, ob sich dieser im therapeutischen Bereich befindet. Als Richtwert gilt eine Sättigung zwischen drei und 14 Milligramm pro Liter. Ist der Wert höher, liegt eine Überdosierung vor, die mit einem höheren Risiko von Nebenwirkungen einhergeht. Ein zu geringer Wert kann zu einem Therapiemisserfolg führen. Durch den Lamotriginspiegel überprüft der Arzt auch, ob die Medikation regelmässig stattfindet. Jedoch wird der Wert durch eine gestörte Leber- und Nierenfunktion oder durch Einnahme weiterer Medikamente nach oben oder unten beeinflusst, sodass er letzten Endes eben nur einen Richtwert darstellt.
Wer unter Schmerzen leidet, greift gerne einmal zum Schmerzmittel Ibuprofen. Es gilt als wirksam und beliebt. Für Betroffene stellt das Medikament häufig eine praktische Soforthilfe dar, wenn sie die Beschwerden nicht mehr aushalten. Ibuprofen erhältst du unter bestimmten Bedingungen in der Schweiz auch rezeptfrei. Hierbei gibt es einige wichtige Regeln zu beachten, die zu deiner Genesung und zu deiner gesundheitlichen Sicherheit beitragen. Wir fassen sie zusammen und zeigen, worauf du bei der Einnahme achten musst. Erfahre ausserdem, welche Nebenwirkungen das Schmerzmittel vorweist und wann du von einer Einnahme besser absiehst.
Sonnenstrahlen tun der Seele gut und heitern die Stimmung auf. Wer es jedoch übertreibt, wird sich bald mit Hautveränderungen auseinandersetzen müssen, die sich schleichend zeigen und später gefährlich werden können. Auch ein Sonnenbrand ist ein erstes Warnsignal für einen zu langen Aufenthalt in der Sonne. Die Rötung tritt nach etwa drei bis vier Stunden auf und kann in starken Schmerz übergehen. Mit Hausmitteln gegen Sonnenbrand lässt sich die Verbrennung kühlen, trotzdem ist es besser, sich davor zu schützen.
Das Spurenelement Eisen übt im Körper verschiedene Funktionen aus. Wenn der Eisenbedarf nicht ausreichend gedeckt wird, kann das zu verschiedenen Beschwerden wie Müdigkeit und Kopfschmerzen führen. Dabei gibt es bestimmte Risikogruppen, die anfälliger für einen Eisenmangel sind. Welche Ursachen dahinter stecken, was typische Eisenmangel-Symptome sind, wie Diagnose und Behandlung verlaufen und weitere interessante Fakten zum Thema erfährst du hier.
Eine Leberreinigung zielt darauf ab, die Leber zu entlasten und sie für ihre Aufgaben fit zu machen. Denn neben der allseits bekannten Tatsache, dass die Leber vor allem Stoffwechselprodukte filtert und zur Ausscheidung führt, ist sie auch am Aufbau von lebenswichtigen Substanzen beteiligt. So werden hier unter anderem Traubenzucker und diverse Proteine synthetisiert. Darüber hinaus speichert sie Fett, Vitamine und Zucker. Die Leber ist also Entgiftungsorgan, produzierendes und speicherndes Organ in einem. Die Leberreinigung als Methode der Alternativmedizin zielt darauf ab, die Leber so von vermeintlichen Schadstoffen zu befreien, dass ihre Funktionen verbessert werden.
Wer sie einmal gehabt hat, weiss, wie quälend Aphthen sein können. Die entzündeten Bläschen oder Verletzungen an Zunge, Lippen oder der Innenseite der Wangen schmerzen beim Essen, Trinken und Sprechen und reagieren auf jede Bewegung und Berührung. Je grösser sie sind, desto stärker beeinträchtigen sie den Alltag. In der Regel sind sie jedoch harmlos und verschwinden nach einigen Tagen wieder. Diese Zeit lässt sich mit einfachen Hausmitteln verkürzen, die nicht nur die Heilung fördern, sondern auch die unangenehmen Symptome lindern. Erfahre im folgenden Ratgeber, was du gegen die lästigen Entzündungen tun und wie du sie verhindern kannst.
Vormals sehr kostspielige Medikamente werden nach einiger Zeit günstig als Generika angeboten. Aber ist ein Generikum wirklich in Qualität mit dem Originalpräparat zu vergleichen? Welche Unterschiede gibt es und wann erhalten Generika in der Schweiz eine Zulassung? Im folgenden Artikel haben wir dir wissenswerte und spannende Informationen zum Thema Generika zusammengestellt.